Tuch – Tuch – Tuch

Wir hatten genug weisse Betttücher eingesammelt und es waren auch fast alle am Open-Air-Kunstprojekt “AN DER AUSSENLINIE – Kunst am Schwarzbach ” teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler anwesend, so dass sich bald ein  interessantes Bild auf der Wiese in der Treburer Gemarkung “Auf der Tuchbleiche” bot, das von unserem Fotografen-Genie Dennis Möbus  mit einer Foto-Drohne – früher hätte man gesagt “auf die Platte gebannt” worden ist. Das Ergebnis spricht für sich. Oder?

Durch einen Auftrag kam Dennis mit Verspätung an. So war eine Wartezeit nötig, die aber unsere Künstlerfreundin Jutta Sauerborn aus Büttelborn zu unserer Freude abkürzte, indem sie ein paar Flaschen Prosecco aus der Kühltasche zauberte – und dazu auch noch Glasgläser mitgebracht hatte. Super Jutta, Dein Sekt hat mir geschmeckt! Danke noch einmal für die Spende und die gute Idee.

Hintergrund: Gemarkungsname “Tuchbleiche” und ” Betttücher auf der Wiese”?                                                                                                Erst circa 1960 gab es in Trebur fließendes Wasser. Bis dahin mußte das Brauchwasser mit Pumpen eimerweise aus der Erde gepumpt werden. Jedes Hause hatte eine Pumpe im Hof und manche sogar schon im Haus. Aber viel früher wurde am fließenden Wasser gewaschen und die damals üblichen weißen Leinentücher wurden in der Sonne zum Bleichen trocknen lassen. Dazu wurde die Wäsche immer wieder neu mit Wasser benetzt. Wir haben die Tücher nur einmal in einer alten “Waschbütte” nass gemacht.